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Grundsätzlich sei gesagt, jeder der mal wissen möchte, wie es im Gemeinderat zugeht, ist herzlich eingeladen, sich einen Termin auszusuchen (www.bis.eho.li) und einer Sitzung beizuwohnen. Nehmen Sie gerne bei der Umfrage am Beitragsende teil!

In der gestrigen Sitzung war ein Theaterspiel sondergleichen zu sehen. Der Antrag der CSU-Fraktion, dem Feuerwehrhaus Günzenhausen einen angemessene Straßennamen zu widmen, wurde aus diversen Gründen vertagt.

Aber alles von Beginn an.
Im Antrag der CSU-Fraktion des Echinger Gemeinderates wurde lediglich gewünscht, dass das zukünftige Feuerwehrgerätehaus in Günzenhausen in der „St.-Florian-Straße“ ansässig sein soll.
Der Schutzpatron der Feuerwehr war ursprünglich der Patron der Krieger, Helfer bei Feuer und Wassergefahr. Die Darstellung zeigt einen Krieger mit Wassereimer und Lanze mit Banner, der einen Hausbrand löscht. So gut wie jede Feuerwehr in Deutschland hat eine Darstellung des heiligen Florian als Schutzpatron am oder in ihren Feuerwehrgebäuden.

Selbst die Vorlage zum Gemeindebeschluss wurde seitens der Gemeindeverwaltung positiv für die St.-Florian-Straße formuliert. Man hätte dieses Thema in 3 Minuten abarbeiten können.

Doch die Rechnung wurde ohne die Wirtin gemacht!

Nach kurzer Erklärung vom Antragsteller, Gemeinderat und 1. Vorstand der FFW Günzenhausen, Bernhard Wallner, kam ein feministisches Plädoyer von Lena Haussmann und der Grünen-Fraktion postwendend zurück. Es wurde damals von den Bunten beantragt, künftig zeitnahe Straßennamen Frauen zu widmen, da diese in der Gemeinde unterrepräsentiert sind. Einige Wochen zuvor bekam der ehem. Echinger Bürgermeister Herr Dr. Enßlin verdientermaßen eine Straße (Straße am Dr. Enßlin Park) und einen Park (Dr. Enßlin Park) mit Stimmen der weiblichen Grünen zugesprochen. Leon Eckert begann seinen Wortbeitrag leicht verärgert über die eine Gegenstimme zu seinem Antrag (Feuerwehrfahrzeug an die Ukraine verschenken) und konnte schon allein wegen dieser einen Gegenstimme nicht für die neue Straßennennung sein.

Weitere bunte Gegenargumente waren z. B. von Herbert Hahner SPD die mögliche religiöse Anstößigkeit. Manfred Wutz BfE schlug vor, eine Feuerwehrfrau aus dem Landkreis den Straßennamen zu widmen. Andere sahen keinen Zusammenhang zwischen Feuerwehr und diesem Schutzpatron.

Die Feuerwehrler im Gemeinderat verstanden diese Gegenvorträge nicht. Tobias Exner CSU und Kommandant der Feuerwehr Günzenhausen fand die Diskussion eher peinlich, da es sich einzig um ein überregionales Symbol handele.
Christoph Gürtner von den Freien Wählern erwiderte der SPD, wenn man einer Feuerwehr religiöse Anstößigkeit unterstelle, dann sollte man diese in ganz Eching verbieten. Auch er verstehe diese Diskussion nicht.

Als Zuhörer zu diesem Tagesordnungspunkt des Echinger Gemeinderats hatte man das Gefühl man säße im Bundestag in Berlin. Die Opposition stellt einen Antrag und die Regierung versucht händeringend irgendwelche haarsträubenden Argumente vorzutragen, um diesen Antrag ablehnen zu können. Abgelehnt wurde der Vorschlag der CSU Eching nicht, sondern wie so häufig die letzten Jahre wurde der Antrag mit elf zu neun Stimmen vertagt. Selbst Herr Thaler SPD, welcher den positiven Beschlussvorschlag mit in die Sitzung brachte, war plötzlich dagegen.

Warum im Gemeinderat die Günzenhausener Feuerwehr permanent drangsaliert wird und selbst die einfachsten Vorschläge und Anträge nicht genehmigt werden können, bleibt ein Rätsel. Der geäußerte Unmut in der Jahreshauptversammlung ist den Kameraden nicht zu verdenken. So äußerte ein Kamerad: „Wir hätten eine Tennishalle mit drei Toren bauen sollen, dann wäre das Gebäude schon fertig“.

Unser Vorschlag von der Echinger Rundschau wäre: „Straße an der bunten langen Leitung“. Vielleicht würde dieser Vorschlag genehmigt werden.

SG41_079_2022_Vorlage

5 Gedanken zu „Schutzpatron leider männlich“

  1. Sehr geehrte Frau Dr. Hirschmann,
    ich kann Sie in Ihren Ausführungen über die von Ihnen namentlich genannten Protagonisten im Gemeinderat nur bestätigen:
    1.) Lena Haussmann: Stimmt, wenn Frau Haussmann zum Monolog ansetzt, muss man schon sehr genau zuhören, um zu verstehen, was sie überhaupt sagen will. Übrigens: Haussmann studiert Jura (Prost mahlzeit!).
    2.) Herbert Hahner: Er fällt nach meiner -zugegebenrmaßen subjektiven- Wahrnehmung nicht unbedingt durch brillante Statements auf (z.B. in der Causa „Sebastian Thaler“).
    3.) Axel Reiß: Frage: Hat der sein Amt als 2. Bürgermeister tatsächlich schon angetreten? Vielleicht sollte ich doch mal wieder in Gemeinderatssitzungen als Zuschauer gehen, um mich davon zu überzeugen, dass Axel Reiß tatsächlich noch in Eching ist.
    4.) Sebastian Thaler: Zu dem fallen mir etliche Dinge ein, die, wenn ich meine Meinung über ihn hier artikulieren würde, möglicherweise den Straftatbestand der Beleidigung (nicht der üblen Nachrede!) erfüllen würde. Drum lasse ich es besser.
    Dass Thaler gegen sinnvolle Anträge stimmt, ist nichts Neues: Die von mir per Email bei Thaler beantragte Unterstützung des Echinger Helferkreises für ukrainische Kriegsflüchtlinge für Transporte durch die Gemeinde (Bauhof) wurde vor wenigen Wochen mit knapper Mehrheit (11:10 Stimmen) bewilligt. U.A. stimmte Thaler gegen meinen Antrag.
    Dabei stellt sich Thaler in den Medien als jemand dar, der Empathie mit den in Eching gestrandeten Ukrainer*innen hat (Stichworte: Thaler mit goldener Friedenstaube vor dem Rathaus; ukrainische Flagge neben dem Rathaus (mittlerweile wieder entfernt)).
    Wie steht nochmal im 1. Brief des Johannes: „An ihren Taten sollt ihr sie messen.“
    Für mich ist Thaler ein Populist „erster Güte“.


  2. Als Parteimitglied von B.90/Die Grünen distanziere ich mich ausdrücklich von Lena Haussmann (nicht „Hausmann“ (s.o.)).
    Einfach nur lächerlich und zum Fremdschämen, wozu übertriebener Feminismus führen kann.
    Die Trotzreaktion von Leon Eckert (Grünen-Gemeinderat) bei der Abstimmung über den Straßennamen offenbart m.E. charakterliche Schwächen bei ihm.
    Zum SPD-GR-Fraktionsvorsitzenden Herbert Hahner und zum BfE-Gemeinderat Manfred Wutz schreibe ich mal besser nichts (nur soviel: Denken ist Glückssache).

    ER-Team: Danke für den Hinweis, wurde selbstverständlich geändert!


  3. St. Florian-Str. in Günzenhausen? Geht nicht, GR Lena Haussmann (Grüne) und argumentiert wortreich in unvollständigen Sätzen, es sei kein Frauenname und entspricht einem früheren Beschluss des Rates nicht. Heftig gestikulierend widerspricht auch GR Herbert Hahner (SPD), St. Florian sei ja ein katholischer Heiliger, das gibt es in der evangelischen Kirche nicht. Gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung – gegen seinen eigenen – stimmt auch der 1. BM Thaler, warum auch immer. Somit vertagt diesen TOP dann die Bunte Mehrheit. Hat nicht der 2. BM Axel Reiß auch versprochen, die Gräben überwinden zu wollen? Ist eine Ausnahme (Dr. Ensslin) schon zu viel? Es scheint so, dass wenn die bunten Räte nichts besseres wissen und daher nichts vorschlagen, ist man aus Prinzip dagegen. Auch gegen einen Schutzheiligen, nicht nur der Feuerwehr. Würdigt man so die Arbeit und die vielen Einsatzstunden der Freiwilligen Feuerwehren, wo diese Männer und Frauen uns und vielen Bürgern helfen, sich auch der eigenen Gefahr aussetzen und nach ihrem Schutzpatron die Straße benannt haben möchten?


  4. Ein schöner Vorschlag wäre doch Steffi Graf Strasse : Tennisspielerin und Frau.
    Den zweiten Vornamen von Stephanie Maria Graf sollte man gemäß Herrn Hahner allerdings verbergen, da er eventuell religös beanstandet werden könnte.
    Alternativ könnte man die Straße auch Dr. Sybille Schmidtchen Strasse nennen.
    Ich will auch auf einen Fehler im Artikel hinweisen. Da wird Herr Thaler der SPD zugerechnet. Er ist aber parteilos ! 🙂

    ER-Team: Vielen Dank für den Hinweis, wir haben die Information von dieser Seite entnommen https://www.spd-kreis-freising.de/kreistagsfraktion/.


  5. Theaterspiel? Eher Zirkus…. St. Floriane – Straße?

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