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Das Aus der Verbrenner-Autos im nächsten Jahrzehnt heißt für die meisten von uns auch, dass wir uns in Eching schon jetzt mit der Gestaltung unserer E-Infrastruktur auseinandersetzen müssen. Hunderte, vielleicht tausende Autos werden täglich in unserer Gemeinde Strom tanken müssen. Das Netz an Ladestationen muss daher den Anforderungen gewachsen sein und im Idealfall systematisch geplant und errichtet werden.

Dadurch würden wir unsere Abhängigkeit vom Rohöl und den liefernden Ländern deutlich reduzieren, jedoch entstehen neue, unbequeme Abhängigkeiten.

China investiert mit ihren Big Playern Svolt und CATL Milliarden in die Batterieherstellung in Deutschland. Mit Gigafactories möchte man der erlesenen Kundschaft wie Mercedes, BMW, Audi oder VW auch genügend Batterien zur Verfügung stellen können. Jeder Automobilhersteller, der aus dem Verbrennungsmotor aussteigt, vergrößert diese Abhängigkeit noch weiter. Es muss sich also auch in China rumgesprochen haben, dass unsere Regierung plant, bis zum Jahr 2030 15 Millionen E-Autos auf die Straße zu bringen. Laut einem Bericht des Deutschlandfunks sehen Experten das größere Problem in der ambitionierten Zielsetzung, eine Million Ladestationen zu installieren. Dies sei mit der aktuellen Entwicklung einfach nicht zu schaffen.

China ist mit 226 Batterie-Produktionsstätten Marktführer und beherrscht dadurch auch nahezu den gesamten Markt. Eine besorgniserregende Entwicklung. Nur 7% aller Lithium-Ionen-Batterien werden in Europa produziert, 7% in den USA und 79% in China

Wie viel Kohlestrom in China dabei verbraucht wird, taucht in keiner Studie auf. Neben dem CO2-Ausstoß steigt in der Volksrepublik Jahr für Jahr auch die Förderung und der Verbrauch von Kohle. Kein Land der Welt stößt so viel CO2 aus wie China, liegt aber im Pro-Kopf-Vergleich weit hinter den Amerikanern.

Eine weitere Alternative zu fossilen Brennstoffen wären E-Fuels: synthetische Kraftstoffe.

In gasförmiger Form wie z. B. Methan oder Ammoniak oder flüssig wie E-Methanol oder synthetisches Rohöl. In einigen Bereichen der Industrie, der Mobilität und im Wärmesektor können E-Fuels in Zukunft fossile Brennstoffe ersetzen.

Allerdings finden die synthetischen Kraftstoffe in der Öffentlichkeit wenig Beachtung, was am niedrigerem Wirkungsgrad gegenüber den Erdöl-Produkten liegen könnte.

Sehen wir uns aber mal den Unterschied von Verbrennungs- und Elektromotoren an:

Ein Verbrennungsmotor besteht aus vielen Teilen, wie Brennraum, Ein- und Auslassventil, Kolben, Pleuelstange und gegebenenfalls Zündkerzen. Diese arbeiten zusammen, um Sprit zum Explodieren zu bringen, um so den Kolben und damit das Auto in Bewegung zu setzen. Insgesamt besteht ein Verbrennungsmotor inklusive Getriebe aus rund 1400 Teilen.

Ein Elektromotor ist dagegen weitaus weniger komplex. Er besteht eigentlich nur aus zwei Elektromagneten. Das Gehäuse erzeugt mit Strom ein Magnetfeld, welches einen Rotor in Bewegung setzt. Deshalb braucht ein E-Motor auch keine Gangschaltung und kann extrem kraftvoll beschleunigen. Insgesamt besteht dieser Motor aus nur circa 200 Teilen und ist deshalb nicht so wartungsanfällig wie ein Verbrenner. Elektromotoren sind auch weitaus effizienter. Sie können 80% der Energie in Bewegung umsetzen und nur 20% verlieren sie über die abgegebene Wärme.

Verbrennungsmotoren nutzen gerade mal 25% der eingesetzten Energie in den Kraftstoffen und der Rest verpufft.

Interessant sind auch die unterschiedlichen Materialien, die bei beiden Motorarten zum Einsatz kommen. Aber das lesen Sie in einem der nächsten Artikel.

Yavuz Kalkan
CSU-Ortsvorsitzender

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