IBKS_EchingEdition
Während das Fernsehpublikum beim „Dschungelcamp“ über inszenierte Dramen lacht, erleben die Bürgerinnen und Bürger in Eching eine Realität, die der Trash-Show in puncto Intrigen, Unwahrheiten und dubiosen Machenschaften in nichts nachsteht. Doch während im Dschungel nach zwei Wochen die Lichter ausgehen, hat das „Echinger Schauspiel“ tiefgreifende Spuren hinterlassen – und viele Fragen sind bis heute ungeklärt.
Parallelen, die erschrecken
Die Liste der Vorwürfe liest sich wie das Drehbuch einer Reality-Show: Lügen, gezielte Unwahrheiten, Aufträge an Verwandte und dubiose Käufe prägten das Bild der letzten Jahre. Doch der Vergleich hinkt an einer entscheidenden Stelle: In Eching geht es nicht um eine Krone aus Plastik, sondern um das Vertrauen in die lokale Demokratie.
Der „König“ und das Urteil
Im Zentrum der Kritik steht der „Echinger König“, dessen Handeln nun auch juristisch untermauert wurde. Eine Verurteilung zu 240 Tagessätzen spricht eine deutliche Sprache. Doch was in der Gemeinde für Entsetzen sorgt, ist der Umgang damit:
- Keine Entschuldigung: Reue oder eine öffentliche Aufarbeitung blieben aus.
- Täter-Opfer-Umkehr: Kritische Bürger wurden diskreditiert, während die Verantwortlichen sich als Opfer einer Kampagne inszenierten.
- Täuschung in den eigenen Reihen: Sogar Parteifreundinnen wurden über die wahren Hintergründe im Unklaren gelassen.
Das Schweigen der Medien und das Schicksal der Unschuldigen
Besonders brisant ist die Rolle der Öffentlichkeit. Jahrelang schien die lokale Presse die „Echinger Märchen“ kleinhalten zu wollen. Ein prominentes Beispiel für die verzerrte Berichterstattung ist der angebliche „Schläger vom Echinger See“. Während die Schlagzeilen damals Vorverurteilungen produzierten, blieb die Rehabilitation nach der erwiesenen Unschuld weitgehend aus.
Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist gar nicht bewusst, in welchem Ausmaß hier über Jahre hinweg Fakten verdreht wurden, so die Kritik aus der Bürgerschaft.
Ein Aufruf zur Transparenz
Eching steht am Scheideweg. Die Zeit der Märchenstunden muss vorbei sein. Es braucht eine vollständige Aufarbeitung der vergangen Jahre, eine Richtigstellung der Urteile und vor allem: den Mut der Presse aber auch der Politik, die Dinge beim Namen zu nennen.
Gehen Sie am 8. März zur Wahl!