Geld gleich Kultur

Olympiade 2022 in Beijing China

China brachte für dieses Ereignis zwei Gedenkbanknoten in den Umlauf, je 20 Yuan einmal als Papierbanknote und einmal als Polymerbanknote.

Die XXIV. Olympischen Winterspiele sollen vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen werden. Die Winterspiele werden damit zum ersten Mal direkt hintereinander in zwei asiatischen Städten ausgetragen. Die Maskottchen sind der Große Panda Bing Dwen Dwen und die chinesische Laterne Shuey Rhong Rhong. Bisher haben sich Athleten aus 90 Nationen für die Spiele qualifiziert (Stand: 15. Januar 2022). Voraussichtlich werden Haiti und Saudi-Arabien ihr Debüt bei Olympischen Winterspielen geben. Kenia qualifizierte sich zunächst, zog aber seine Teilnahme im Januar 2022 zurück.

Diplomatischer Boykott wegen Menschenrechtsverletzungen
Bis zum März 2021 hatten mehr als 180 Menschenrechtsorganisationen und Politiker die Vereinigten Staaten dazu aufgerufen, die Winterspiele 2022 zu boykottieren. Als Begründung machten sie die Unterdrückung beziehungsweise Zwangs-Sinisierung der Uiguren sowie die Repression der Aktivisten der Proteste in Hongkong 2019/2020 geltend. Diese autoritäre Politik disqualifiziere Peking als Gastgeber der Winterspiele.

Am 3. Dezember 2021 kündigte Litauen einen diplomatischen Boykott der Winterspiele an, nachdem China Handelsbeziehungen mit Litauen wegen eines Streits über den Status von Taiwan ausgesetzt hatte. Drei Tage später kündigte die US-Regierung unter Präsident Joe Biden an, keine diplomatischen oder offiziellen Vertreter zu den Winterspielen zu entsenden. Als Gründe wurden Menschenrechtsverletzungen genannt, darunter der Genozid an den Uiguren und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der autonomen Region Xinjiang. Zu dem diplomatischen Olympia-Boykott trug auch der Fall der chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai bei. Von einem kompletten Boykott wurde abgesehen, weil man nicht die Sportler habe bestrafen wollen. Australien, Neuseeland, Kanada und das Vereinigte Königreich schlossen sich dem diplomatischen Boykott an. Nach dem von Joe Biden initiierten diplomatischen Boykott beantragte die US-Regierung Visen für einen dreimonatigen Aufenthalt für 18 Beamte, um „sicherheitsunterstützende Operationen“ für die Winterspiele anzubieten. Ebenso erklärte die Regierung Japans, dass keine Minister der Regierung zu den Winterspielen in China reisen werden. Ebenso boykottieren die Regierungen in Estland, Lettland und Belgien diplomatisch die Olympischen Winterspiele. Am 29. Dezember 2021 erklärte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock, sie werde nicht zu den Winterspielen in China anreisen und ebenso erklärte dies im Januar 2022 die deutsche Sportministerin Nancy Faeser. Die Regierung von Schweden erklärte, sie werde wegen der Coronapandemie keine diplomatischen Vertreter nach China entsenden. Am 14. Januar 2022 erklärten auch die Regierungen in Dänemark und in den Niederlanden, dass sie keine diplomatischen Vertreter entsenden werden.

Ein Gedanke zu „Geld = Kultur – China – People`s Republic of China“
  1. Mich interessieren die olympischen Winterspiele in China nicht.
    In einem Land, in dem die elementarsten Menschenrechte (u.A. die Presse- und Meinungsfreiheit und die Freizügigkeit) massiv verletzt und in dem ethnische Minderheiten systematisch unterdrückt, ja sogar in Lagern weggesperrt werden (siehe https://www.amnesty.de/allgemein/pressemitteilung/china-xinjiang-muslimische-minderheiten-inhaftierung-folter?gclid=EAIaIQobChMI07yB-ebj9QIV5o9oCR0G9g1nEAAYAyAAEgLegvD_BwE ), kann man die olympischen Spiele nur als Ablenkungsmanöver der Machthaber begreifen.
    Hatten wir in Deutschland (leider) auch schon (1936): https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/141881/olympische-sommerspiele-in-berlin-1936-01-08-2012
    Was dabei rauskommt, wenn darüber hinweg gesehen wird, wissen wir. Ob die Welt daraus gelernt hat, wage ich zu bezweifeln.
    Zumindest der Präsident des IOC namens Thomas Bach (ein Deutscher) hat aus der unsäglichen deutschen Geschichte offensichtlich nichts gelernt: https://www.swr.de/swraktuell/ioc-praesident-thomas-bach-kolumne-100.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.